Plattsalat West ist ein reiner Mitgliederladen, während im Plattsalat Quadrat und bei Plattsalat Kernen auch an Nichtmitglieder einkaufen. Dort gibt es zwei Preise: einen günstigen für Mitglieder und den normalen Bio-Preis für Nichtmitglieder.
Seit kurzem gibt es ein K21-Produkt, auf das wir besonders stolz sind: es handelt sich um ein sehr gutes Olivenöl, das von einer Bio-Bauernkooperative in den Alpujarras in Spanien kommt, die nebenbei auch Öl von Kleinstbauern gepreßt haben, die nicht bio-zertifiziert sind, aber im Prinzip genauso arbeiten wie die Biobauern der Kooperative.
Die Bauern arbeiten alle mit uralten Bäumen, die fast auf der ganzen Welt schon längst Olivenplantagen weichen mußten und gerodet wurden. Hier wird dieses wunderbare Ökosystem noch gepflegt und erhalten – mit viel Liebe und Aufwand. Das Problem ist nun für die Bauern, daß sie für dieses nicht-bio-zertifizierte Öl einen so schlechten Preis am normalen Markt bekommen, daß es sich überhaupt nicht rechnet. (mehr Infos zu der Kooperative, ihrer Arbeitsweise und dem Ökosystem findet ihr hier: www.laflordelaalpujarra.com).
So kamen wir auf die Idee, aus dem Öl das K21 olivenöl zu entwickeln, mit dem wir den Bauern helfen können aus dieser Marktmisere zu kommen, uns selbst gleichzeitig etwas Gutes zu tun und über den Soli den Widerstand zu stärken.
Zusätzlich gibt es ab sofort das K21 sauerkraut, feinstes Filder-Spitzkraut (Motto: gegen uns ist kein Kraut gewachsen) & ab Anfang November einen sehr guten K21 prosecco.
Die Infos zu den anderen K21-Produkten findet Ihr weiter unten im Blog, hier, hier und hier.
Wer Interesse hat, die Produkte zu kaufen oder auch selbst zu vertreiben, kann sich einfach bei uns melden.
Fairness in der Handelskette ist schon seit der Gründung von Plattsalat ein wichtiges Thema. Die Baustellen sind beinahe unermeßlich, die Bedingungen katastrophal, fast egal wo man schaut: sei es bei der Bezahlung oder den Arbeitsbedingungen der Landwirte in aller Welt, bei den Verarbeitern, bei den Logistikern und nicht zu letzt auch beim Einzelhandel, egal ob REWE oder Aldi und Lidl – bei Alnatura & Co sieht es leider auch nicht viel besser aus. Auch im Biohandel und im fairen Handel machen sich die Ausbeutungs- und Preiskampfmethoden des konventionellen Einzelhandels immer stärker breit und diejenigen, die andere Vorstellungen von Fairness in der Handelskette haben, geraten immer mehr unter Druck.
Solch eine Entwicklung bleibt natürlich nicht ohne Gegenbewegung und neben der bio-regio-fairen Genossenschaft copino, bei der Plattsalat auch Genosse ist, sind in den letzten Jahren einige spannende Initiativen entstanden, die über Alternativen nicht nur reden wollen, sondern habhaft daran arbeiten. copino wollte genauer wissen, wo der Biohandel und der faire Handel bezüglich Sozialstandards, Handelsbeziehungsstandards und Regionalität eigentlich stehen und wo die aktuellen Entwicklungen hinlaufen. Zwei Plattsalat-Mitglieder, Helen Wegener & Thomas Becker haben die Studie „Rundum Gut? Überblick und Bewertung der Zertifizierung von Sozialstandards, fairen Handelspraktiken und Regionalität im Biohandel und im fairen Handel“ für copino erstellt.
Es sollte vor allem darum gehen, die relativ junge Bewegung im Biohandel und im fairen Handel besser zu verstehen, den Stand der Neuentwicklungen zu eruieren und Einschätzungen von Experten im Feld einzuholen, um auf dieser Basis Vorschläge für die Weiterentwicklung der Bewegung zu machen. Auf dieser Basis macht die Studie zuletzt noch konkrete Vorschläge für eine glaubwürdigen Umgang mit bio-regio-fair für die Arbeit von copino und sie wird copino dabei helfen festzulegen, mit welchen Standards copino in welcher Kombination arbeiten wird.
Plattsalat ist ein Mitgliederladen, der selbstverwaltet funktioniert. Darum suchen wir Menschen, die selbstbestimmt in einem Team arbeiten wollen, die ein hohes Maß an Verantwortung mitbringen und die Talent und Begeisterung für organisatorische Abläufe und Prozesse haben.
Mittlerweile wissen wir zwar, daß EHEC nicht von Gurken, Tomaten und anderem Gemüse übertragen wurden, sondern von Bockshornkleesamen aus Ägypten. Wie es aber dazu kommt, daß hochansteckende und resistente Erreger entstehen und sich verbreiten, dazu wurde sehr wenig gesagt – wie meistens, wenn es um den Schutz der Massentierhaltung, der industriellen Landwirtschaft und auch der Pharmaindustrie geht.
Daß die immer stärker um sich greifende Resistenzbildung gegen Antibiotika etwas mit dem verantwortungslosen Umgang mit Antibiotika in der Medizin zu tun hat sowie mit der routinemäßigen Beimischung von Antibiotika ins Futter von Tieren, dürfte klar sein.
Dass auch der Kraftfuttereinsatz in der konventionellen Landwirtschaft etwas damit zu tun hat, war mir zumindest neu. Schaut selbst in diesem kurzen Dokubeitrag von 3sat.
Das Absurdeste an dieser weltweiten “Arbeitsteilung” ist, daß:
erst Regenwälder abgeholzt werden, damit z.B. Soja für den Export als Tierfutter angebaut werden kann oder aber traditionelle Landwirtschaftssysteme für grossflächige exportorientierte Monokulturen zerstört werden
diese dann bei uns in agroindustriellen Betrieben den Rindern verfüttert werden
dadurch Überschüsse produziert werden
die dann exportiert werden und im Ausland – oft im Süden – kleinstrukturierte (“nicht konkurrenzfähige!”) Landwirtschaften zerstören
Und dabei sieht sich jeder in der Rolle des Getriebenen, der aus wirtschaftlichen Zwängen nicht anders handeln kann.
Ein vollkommen destruktiver Kreislauf, dessen einziger Sinn die Profitmaximierung großer Akteure in der Handelskette ist – und dabei haben wir noch nicht einmal auf die sonstigen negativen gesellschaftlichen und ökologischen “Nebenwirkungen” dieser Wirtschaftsweise geschaut.
Wir brauchen andere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, damit dieses System sich nicht immer weiter dreht. Dafür setzen wir uns ein.
Trotzdem meinen wir, daß niemand wirklich gezwungen ist bei dem Spiel mitzuspielen: JedeR hat Handlungsspielräume, jedeR kann für sich umsteuern, kann anders einkaufen, kann anders mit den Handelspartnern umgehen – jedeR kann Verantwortung für sein Handeln übenehmen.
Im Rahmen der Aktionswoche gegen Gentechnik der kodex-Selbstverpflichtung zeigen wir am Montag, den 30. Mail in der nachbar im Hallschlag den Film “Whistleblower”.
Wir fangen um 20 Uhr an. Der Film dauert 45 Minuten, danach wird diskutiert.
Anfahrt zur nachbar: Ab Cannstatt Bhf oder ab Rosensteinbrücke mit den Bussen 52, 55 oder 56 ist man in ein paar Minuten im Hallschlag. Von der Haltestelle Hallschlag sind es nur ein paar Meter, siehe hier.
Dort gibt es neben vielen anderen Produkten aus dem Widerstand auch die K21-Soli-Getränke, so daß man sie in ganz Deutschland bekommen kann, auch dort, wo der Bioladen Eures Vertrauens sie (noch) nicht im Sortiment hat.
Ein Hinweis für alle, die einen Bioladen kennen, der die Produkte möglicherweise ins Sortimen aufnehmen will, bitte meldet Euch bei uns – die Logistik ist relativ einfach und günstig, sogar in ganz Deutschland.
Frisch auf den Müll – die globale Lebensmittelverschwendung, so heißt ein neuer Film über die Vernichtung von Lebensmitteln auf den verschiedenen Stufen der Produktions- und Handelskette, einschließlich dem Verbraucher selbst.
Bei Plattsalat versuchen wir unseren kleinen Teil gegen diesen Wahnsinn zu tun: wir werfen nichts weg, was nicht verschimmelt oder verdorben ist: alles, was in anderen Läden weggeworfen wird, vergeben wir zum halben Preis oder wir verschenken es.
Auch im Film “We feed the world” war das Thema am Beispiel der gigantischen Brotmengen, die für das funktionieren des aktuellen Handelssystems vernichtet werden. Hier die Website von Feed the world.
Wovor Gentechnikkritiker schon lange gewarnt haben, wird nun in EU-Recht gegossen:
In der EU verbotene Gentechnikpflanzen dürfen zukünftig als “Verunreinigung” in Futtermitteln vorhanden sein – mit bis zu 0,1 Prozent.*
Falls sich 0,1 Prozent für Euch wenig anhören, es handelt sich um 0,1% von 51.000.000 Tonnen, die wir an Futtermitteln importieren, also um eine Menge von 51.000 Tonnen, die zukünftig an nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln in die EU-Länder eingeführt und verfüttert werden dürfen.
Bei der bio-regio-fairen Genossenschaft copino sind aktuell Klamotten um 30% reduziert. copino ist in der Gutenbergstr. 70, gleich unterhalb der Schwabstr., siehe auch diese kleine Karte bei copino.
Es freut uns sehr, daß die K21-Getränke richtig gut ankommen.
Geholfen hat dabei sicherlich auch, daß es einfach Spaß macht, gleichzeitig etwas Gutes zu tun und etwas Gutes zu bekommen & in den Produkten ist einfach guter Stoff drin: sowohl Dornfelder & Merlot, als auch der Apfelsaft und die Limo schmecken richtig gut. Aber Achtung: die K21-limo hat ein gewisses Suchtpotential, vermutlich, weil sie nicht wie eine ganz normale Limo schmeckt, sondern wie eine Kreuzung aus Limo und Tonic
Jetzt wird auch noch ein viertes Produkt hinzukommen: ein regionaler Wein, den K21-dornfelder aus dem Holzfaß.
Wir bekommen ihn vom Weingut Schäfer-Heinrich, von dem wir schon sehr lange unseren lokalen Wein beziehen. Ein Weingut, das schon sehr lange Bio in hervorragender Qualiät macht und nie mit den Preisen abgehoben hat. Deswegen ist es jetzt auch möglich, einen guten Dornfelder, der im Holzfaß war (nicht im Barrique, keine Sorge, sondern altes Holz), inclusive dem Soli von 91 Cent für nur 7,45 Euro anzubieten.
Wer nicht die Möglichkeit hat, in einem unserer Läden einzukaufen, kann die meisten Produkte auch beim Erdi oder beim Grünschnabel bekommen und seit Neuestem auch Online im Widerstandsladen der Parkschützer.
Endlich sind sie da – gerade noch rechtzeitig vor dem Sonderzug nach Berlin:
K-21-merlot, k21-limo & k21-saft (Apfelsaft) – alles bio selbstverständlich.
Wir freuen uns sehr, daß es uns gelungen ist, die Produkte aufzulegen, insbesondere auch, daß es geklappt hat, das Etikettendesign mit Uli Stübler zu machen, der auch den Oben-bleiben Button und den kein Stuttgart 21 Aufkleber entwickelt hat.
Wie auch das Widerstandsbier Resist S21, das natürlich die Inspiration für die K21-Serie war, haben alle K21-Produkte einen Soli für den Widerstand (den wir sehr wahrscheinlich in einen Fonds zu Unterstützung kreativer Projekte geben werden): Die Limo und der Saft haben 21 Cent Soli und der Wein 91 Cent – der Soli ist im Verkaufspreis schon enthalten.
Verbraucher können die Produkte entweder bei uns oder bei plattsalat-quadrat im Hallschlag finden. Außerdem werdet Ihr sie bei Erdi & Grünschnabel kaufen können. Sicherlich werdet Ihr sie demnächst auch in einigen Kneipen finden. Schon dabei sind das Merlin und das Cassiopeia.
Läden, Restaurants, Kneipen, Firmen, Kneipen, Kantinen, Kitas, Schulen oder andere können die Produkte auf drei Wegen bekommen:
wer größere Mengen beziehen will, kann dies über die Filderwerkstatt tun
wer bei PaxAn Kunde ist (viele Bioläden), kann demnächst dort bestellen
wer kleinere Mengen braucht, kann sie über uns bekommen
Demnächst im Blog noch mehr Infos zu den Produkten – jetzt müssen wir uns erst einmal um die Berlinfahrt und die Aktion Stuttgarter Widerstandsprodukte in den Berliner Handel kümmern
Am Samstag, den 25. September 2010 von 16 bis 22 Uhr ist großes Sommerfest bei Plattsalat West.
Eine gute Gelegenheit, Plattsalat und seine Mitglieder kennenzulernen mit Musik, Verkostung, Leckereien vom Grill und vom Büffet.
Außerdem gibt es eine spannende Vorstellung zu den gesundheitlichen Wirkungen von Leinöl und Leinölprodukten von Georg Keller, einem Arzt aus Stuttgart.
am Samstag gibt es eine große Kunstaktion im Schloßpark, zu der alle herzlich eingeladen sind.
JedeR soll alte CDs & DVDs (welche nicht mehr gebraucht werden) mitbringen & einen Pinsel. Den Rest bringen die OrganisatorInnen mit.
Neben der Aktion soll auch ein Raum geboten werden, sich untereinander auszutauschen, Ideen für weitere Kunstaktionen zu entwickeln und die Netzwerke für ihre Realisierung.
Samstag 14 Uhr im Schloßpark hinter dem Robin Wood Baum.
Noch sind Plattsalat-West und Plattsalat-Quadrat die einzigen Läden, wo es Widerstandsbier zu kaufen gibt. Der SWR hat es mitbekommen, es für seine Widerstands-Bildergalerie bei uns fotografiert und so betitelt:
“Streitfall Stuttgart 21
Mittlerweile findet sich auch finanzielle Unterstützung für die Protestler. Biertrinken gegen Stuttgart 21 – in neun Szenekneipen und einem Bio-Supermarkt der Landeshauptstadt ist das Protestbier “Resist 21″ erhältlich. Pro verkaufter Flasche gehen 21 Cent an den Naturschutzbund NABU.”
Heute hat das Lab-Festival begonnen. Wegen Regen (häßlich) und S21-Großdemo (vorbildlich) war zwar deutlich weniger los, aber es hat Spaß gemacht – mit K21-Smoothies, Schwabenstreich und gutem Chili.
Wir sind noch Samstag und Sonntag dort – Sonntag abend spielt übrigens eine Spitzenband: Fanfare Ciocarlia – The Speed Kings of Gypsy Brass.
Auf diesen Seiten findet Ihr alle Infos zu S21, K21 und zum Widerstand. Ihr könnt Euch auch als Parkschützer registrieren in verschiedenen Eskalationsstufen und Euch bei den Mailinglisten eintragen, die für Euch von Interesse sind.
Viel Spaß hat unser Stand beim diesjährigen Umsonst & Draussen gemacht – trotz viel Wasser von oben und von unten.
Wir hatten außer Bio-Smoothies auch selber gemachten Bio-Ginger-Lemon & superleckeren Bio-Prosecco von La Jara im Angebot. Die Smoothies waren dieses Mal noch viel ausgefuchster als in den letzten Jahren, mit grünen Smoothies (mit Gemüse), Schoko-Smoothies (mit Kakao) und Fruchtsmoothies.
Eine schöne Dia-Show davon hat Frank Fleuchaus, Fotograf und Obersmooth hier zusammengestellt: Dia-Show vom U&D-Stand.
Wer es verpaßt hat, vom 27-29.08. haben wir einen ähnlichen Stand beim Lab-Festival. Dort werden wir auch ein leckeres Essen anbieten: Bio-Chili sin Carne.
Rezepte für gute Smoothies werden wir hier im Blog noch nachliefern. Schaut einfach wieder vorbei – oder noch besser abonniert Euch den Blog als rss-Feed. Wie das geht, steht in diesem Beitrag.
jetzt wissen wir endlich, warum wir Bioeinkäufer uns insgeheim immer so schlecht fühlen: Wir sind schlecht!
Und nach dem Einkauf im Bioladen leben wir es dann so richtig aus. Das alles haben amerikanische Forscher für uns rausgefunden. Nachzulesen in der taz von heute: Bio verdirbt den Charakter
Noch lustiger als die story selbst sind die Leserkommentare.